Kontemplation
 
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Kontemplation

ist nicht eine bestimmte Gebetsweise oder eine Gebetsform (wie das Beten des Rosenkranzes, oder einer Novene), die man einüben soll, sondern die frei geschenkte Selbstmitteilung Gottes. Der Mensch, der sich im Gebet der Ruhe bzw. der Gotteinung befindet, wird dabei immer mehr zum schweigenden Empfänger (es wird in mir gebetet).
 
Kontemplation ist nicht machbar (genauso wie die Liebe nicht machbar ist), sondern reines Geschenk, auch wenn der Mensch sich für sie bereit machen kann, indem er durch das innere Beten die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott pflegt und die Nachfolge Christi im Alltag mit den Nächsten lebt.
 
In der Kontemplation wird dem Beter ein intuitives Erahnen und Erspüren der Gegenwart Gottes oder Christi zuteil.
 
So bleibt zum Beispiel für Teresa von Avila auch in der tiefsten Kontemplation die Du-Beziehung zur "Menschheit Christi", also zu Jesus von Nazaret, wie ihn die Evangelien schildern.
 
Gott selbst bestimmt den Augenblick, in dem das diskursive Betrachten der Meditation der von ihm geschenkten Kontemplation zu weichen hat.