Teresa-Kalender

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Do 21. März 2019

Ich glaube sicher, dass es einer der schweren Abschnitte war, die ich in meinem Leben durchgemacht habe.

Als alles zu Ende war, vielleicht etwa drei oder vier Stunden danach, lieferte mir der Böse einen geistlichen Kampf, wie ich nun berichten will. Er hielt mir vor, ob ich mit dem, was ich getan hatte, nicht falsch gehandelt hätte, ob es nicht gegen den Gehorsam verstoße, da ich es ohne Auftrag des Provinzials in die Wege geleitet hatte (denn ich glaubte sehr wohl, dass es bei ihm ein gewisses Missfallen erregen müsste, weil ich es dem Ordinarius unterstellt hatte, ohne ihm das vorher zu sagen, auch wenn ich andererseits wieder glaubte, es würde ihm nichts ausmachen, weil er es ja selbst nicht hatte zulassen wollen und ich die Jurisdiktion ja nicht wechselte); und ob diejenigen, die nun dort waren, in dieser großen Enge wohl glücklich sein würden; ob es ihnen an Essen mangeln würde; ob es eine Verrücktheit gewesen sei, dass ich mich auf so etwas eingelassen hatte, wo ich doch ein Kloster hätte.

Ich glaube sicher, dass es einer der schweren Abschnitte war, die ich in meinem Leben durchgemacht habe. Offenbar erahnte mein Geist, wieviel ich durchzumachen hätte, auch wenn es sich dann nicht so hoch aufgeschaukelt hat, wie wenn dies noch länger gedauert hätte. Aber der Herr ließ seine arme Dienerin nicht viel leiden; denn in allen Bedrängnissen hat er es nie versäumt, mir beizustehen, und so war es auch hier, denn er spendete mir ein wenig Licht, damit ich sähe, dass es vom Bösen stammte und die Wahrheit erkennen könnte, und dass alles nur geschah, weil dieser mich mit Lügen in Schrecken versetzen wollte.

Das Buch meines Lebens 36, 7.9




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