Teresa-Kalender

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Mi 5. Juni 2024

Wenn ein Mensch dem Herrn wirklich zu dienen beginnt, dann ist doch das Wenigste, was er ihm anbieten kann, das Leben.

Ich sage noch einmal, dass das Ganze oder doch der wichtigste Teil darin besteht, die Besorgtheit um uns selbst und unsere Bequemlichkeit loszuwerden; denn wenn ein Mensch dem Herrn wirklich zu dienen beginnt, dann ist doch das Wenigste, was er ihm anbieten kann, das Leben; wenn er ihm doch schon seinen Willen hingegeben hat, was befürchtet er dann noch? Es ist klar, dass er auch vor dem Wunsch, für Gott zu sterben und das Martyrium zu erleiden, nicht zurückschrecken darf, sofern er ein echter Ordenschrist oder ein echter Beter ist und sich der Geschenke Gottes erfreuen möchte. Wisst ihr denn nicht, Schwestern, dass das Leben eines echten Ordenschristen oder eines Menschen, der zu den vertrauten Freunden Gottes gehören will, ein langes Martyrium ist? Lang, weil es im Vergleich zu dem, mit einem Schlag enthauptet zu werden, als lang bezeichnet werden kann. Aber das Leben als Ganzes ist kurz, und für einige sehr kurz. Und was wissen wir schon, ob unseres vielleicht so kurz sein wird, dass es nur eine Stunde oder einen Augenblick, nachdem wir den Entschluss fassen, Gott rückhaltlos zu dienen, zu Ende geht? Das wäre schon möglich; denn schließlich sollte man sich aus allem, was einmal ein Ende hat, nicht viel machen. Und wenn man bedenkt, dass jede Stunde die letzte sein kann, wer würde sie dann nicht ausnutzen? Glaubt mir also, das zu glauben ist am sichersten.

Weg der Vollkommenheit (CV) 12, 1




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