Teresa-Kalender

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Sa 17. August 2019

Ach Jesus, wer würde sagen, dass er ein so großes Gut nicht wollte, besonders da er das Schwerste schon hinter sich hat?

Ach Jesus, wer würde sagen, dass er ein so großes Gut nicht wollte, besonders da er das Schwerste schon hinter sich hat? Keiner! Alle sagen wir, dass wir das wollen. Da aber noch mehr erforderlich ist, damit der Herr die Seele ganz in Besitz nimmt, genügt es nicht, das zu sagen, wie das auch für den jungen Mann nicht genügte, als ihn der Herr fragte, ob er vollkommen sein wolle (Mt 19, 16-22). Seit ich begann, über diese Wohnungen zu sprechen, habe ich ihn vor Augen, da wir haargenau so sind. Normalerweise kommen die großen Trockenheiten im Gebet gerade daher. […] Denn da diese Seelen sehen, dass sie auf keinen Fall eine Sünde begingen, viele von ihnen bewusst nicht einmal eine lässliche, und dass sie ihr Leben und ihr Vermögen gut einsetzen, können sie nicht die Geduld aufbringen, dass man ihnen die Eintrittstür dorthin verschließt, wo unser König wohnt, für dessen Vasallen sie sich halten, was sie auch sind. […] Geht hinein, geht hinein ins Innere, meine Töchter; wachst über eure dürftigen kleinen Werke hinaus, denn da ihr Christinnen seid, müsst ihr das alles tun, und noch viel mehr, doch für euch reicht es, Gottes Vasallinnen zu sein. Ihr dürft nicht so viel wollen, dass ihr ohne alles bleibt. […] Bittet nicht um das, was ihr nicht verdient habt, ja, es sollte uns nicht einmal in den Sinn kommen, dass wir das verdient haben könnten, so sehr wir ihm auch gedient haben, wo wir Gott doch beleidigt haben.

Dritte Wohnungen der Inneren Burg 1, 6




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